Am Ziel: Allgäu-Orient Rallye

Schon mal was von TEAM MADCAPS gehört? Ende letzten Aprils startete die Truppe aus Bayern mit drei Mercedes’W124 und durchquerte insgesamt zehn Länder, bis sie schließlich die Ziellinie in Dalyan, der Türkei passierten.

Sie arbeiteten und tüftelten, schraubten und pinselten, suchten Sponsoren und Unterstützer, bis sie am 31. April mit dem Startschuss, der in Oberstaufen im Allgäu fiel, in Richtung Osten lospreschten. Während der Rally haben sie so manche Hindernisse durchstehen müssen und nach nur drei Wochen knapp 10.000 km hinter sich gelassen.

Beim Zurücklegen jedes einzelnen davon sollten die Jungs und Mädels von THE MADCAPS natürlich auch optisch was hermachen. Deshalb gab’s von uns, FAHRWERK, vorher eine Spende in Form von T-Shirts, Tops, Caps und Sonnenbrillen, in denen das Team eine äußerst gute Figur machte.

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Bis die sechs Freunde, alle zwischen 20 und 25 Jahren, den vierten Platz von insgesamt 70 Teams belegt haben, ist viel passiert. Zehn Länder, nämlich Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegovina, Albanien, Montenegro, Griechenland, die Türkei und Georgien, zu durchqueren, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen, die Autos zu Schlafplätzen zu machen und die Nächte zum Tag - da gibt es einiges zu erzählen. Redet das Team über seine Reise, hört man ihre Highlights klar heraus.

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In Istanbul, am ersten gemeinsamen Treffpunkt mit den anderen Teams, erlebten sie einen großen Teil ihres spannenden Abenteuers. Frühmorgens starteten sie die Motoren ihrer Autos und fuhren, begleitet von türkischer Polizeieskorte auf das Herzstück der Stadt, der ehemaligen Kirche und Moschee Hagia Sophia zu. Weiter ging’s dann über die Bosporus-Brücke, die Mädels als Kühlerfiguren auf den Dächern sitzend. „Es war mit eines der atemberaubendsten Momente auf der Rally.“, erzählen Karoline und Sabrina. „Da oben auf dem Dach zu sitzen, den Wind in den Haaren zu spüren und von irgendwoher das Hallen des Gebetes eines Muezzin zu hören, während unsere drei Mercedes’ über die Brücke fahren. Ganz oben zu sein, mitten in Istanbul, gerade noch in Europa, gleich darauf in Asien - und das alles vor einer unglaublichen Kulisse. Etwas Schöneres hätte uns die Stadt nicht bieten können.“

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Mit beeindruckenden Aussichten ging es gleich weiter, als das Team nach Georgien wieder zurück in die Türkei und diesmal in deren äußersten Osten fuhren. Sie erreichten die Spitze eines Berges, wo sie ihre Zelte für die kommende Nacht aufschlugen. Vor ihnen der 5137 m hohe, als heilig geltende Vulkan Ararat. Ihr Ausblick wurde geziert von kleinen Moscheen, die geschützt inmitten von Felsen standen und im Zentrum der wunderschöne Ishak-Pascha-Palast. „So einen Schlafplatz entdeckt man vermutlich nicht so oft im Leben.“, schwärmt das Team. In dieser Nacht hätten sie wohl mit keinem Luxus-Zimmer der Welt getauscht.

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Ein Rennen, auf welches das Team besonders stolz ist, fand in Ankara statt. Für den LeMans-Start kramten die Sechs ihre Sportschuhe raus, stellten sich auf und zählten runter. Eine große Menschenmenge, immer Fahrer und Beifahrer jeder Mannschaft, sprintete los, bevor die ersten Autos aus ihren Startlöchern schossen. Spätestens jetzt wissen THE MADCAPS, warum sie ihren langjährigen Rallyfahrer Rich mitgenommen haben. Wer war diese rote Startnummer 77, die alle anderen absägte und den ersten Platz machte?

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Nicht nur fantastische Orte und Rennen haben die Jungs und Mädels fest in ihren Erinnerungen verankert, auch außerordentlich nette und gastfreundliche Menschen lernten sie auf ihrer Reise kennen. Ganz besonders gern denkt das Team an zwei Fremde zurück, die selbst ohne gemeinsame Sprache zu Freunden wurden. Eines Morgens, als die Gruppe gerade von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurde und in ihrem, am Schwarzen Meer liegendem Lager frühstückte, schneite auch schon der erste Gast herein. Der junge Mann gesellte sich wie selbstverständlich zum Team und gab seine Gesangskünste türkischer Volkslieder zum Besten. Er tanzte mit den Mädels und bat den MADCAPS frisch gefangenen Fisch an. Der aufgeschlossene und quirlige Wirbelwind hat echten Eindruck hinterlassen.

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Wenig später wurden die Freunde erneut von einem Unbekannten besucht. Der ruhige Kapitän eines Fischerfrachters brachte ihnen unerwartet einen wahnsinnig köstlichen Lachs vorbei. Und so saßen sie gemeinsam am Strand und genossen das zweite Frühstück. Schlussendlich fand sich das Team in seinem Wohnzimmer wieder, wo es von seiner Frau mit Essen und Chai verwöhnt wurde. Der Kapitän wurde zu einem echten Freund.

„Immer dann, wenn wir dachten, das Beste bereits erlebt zu haben, kam der nächste Ort, ein weiteres Ereignis, was uns immer wieder erneut vom absoluten Gegenteil überzeugte.“, erzählen die Sechs.

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So erging es ihnen auch, als sie ins Göreme-Tal in Kapadokien einfuhren. „Die unzähligen kleinen Höhlen in den versetzt stehenden spitzen Felsen sind echt unglaublich. Auch das Red Valley sollte man sich nicht entgehen lassen.“ Die Nacht verbrachten THE MADCAPS mit einer Gruppe junger Leute, die sie dort kennenlernten. Die Einheimischen führten sie in der Innenstadt auf einen Berg, von dem aus sie bei Nacht auf die Stadt und das Göreme-Tal blickten. Als die Sonne wieder aufging, positionierte sich das Team auf einem hohen Fels, um von dort aus ihre Drohne steigen zu lassen. Sie heizten mit ihren Fahrzeugen Berge rauf und wieder runter, bis der aufwirbelnde Staub sie vollends verschluckte.

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In der dritten Woche kam die Truppe am Salzsee in Serifli Kochisar an. Inmitten hoher spitzer Salzberge rasten sie durch's Gelände. Diesmal blieb das Team nicht nur auf den Straßen. An einem abgelegeneren Ort beförderten sie einen der drei Mercedes’ ins Salzseebecken und drifteten bis das Wasser schäumte. Dazu der Blick auf den See und die warmen abendlichen Sonnenstrahlen... Ein herrlicher Abend hat begonnen. In einer netten Runde aus ein paar anderen Teams ließen sie die Nacht ausklingen, umgeben von einer weiteren unvergesslich beeindruckenden Kulisse.

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Am 20. Mai erreichte das Team früh abends die kleine Stadt Dalyan in der Türkei und damit das Ende ihrer ereignisreichen Rally. Vor dem Zielbanner stiegen sie auf ihre heiß geliebten Autos und bejubelten ihren Einzug ins Ziel. Vor ihnen lag ein überragender Strand, die Sonne war gerade am Untergehen, Luft und Wasser badewannenwarm. Sie sprinteten ins Meer und feierten ihre Reise, die die ganze Zeit über schon das Ziel gewesen war.

Anscheinend können sich THE MADCAPS nie genug austoben. So schien es zumindest, als sie noch am vorletzten Tag eine Werkstatt aufsuchten, wo sie einen Mechaniker fanden, der verrückt genug war, ihr Auto seines Daches zu befreien. So wurde aus einem Mercedes’ W124 ein wunderbar luftiges Cabrio.

Auch dem Filmteam von Mercedes, welches THE MADCAPS am darauffolgenden Tag besuchte, verliebte sich sofort in das neu frisiertes Cabriolet. Neugierig wollten sie alles über die Rally wissen. Zeitgleich fand die Fahrt zur Orangenplantage, einige Kilometer vom Fahrercamp entfernt, statt. Das Filmteam und THE MADCAPS fuhren den anderen Teilnehmern hinterher, während sie von einem der Kameramänner, der weit aus dem Fenster gelehnt konzentriert die Kamera auf sie richtete, gefilmt wurden. In einer etwas abgelegenen Bucht durfte das Team ganz oben in den kleinen Pavillons mit den vielen bunten Sitzkissen und kleinen Tischchen des Lokals nebenan drehen, wobei der Wirt dafür sorgte, dass keine Gäste nach oben kamen.

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Alles ist glatt gelaufen. Unmengen an Speicherkarten mit Film- und Fotomaterial brachten THE MADCAPS nach Hause. Dazu sechs Köpfe über und über voll mit unvergesslich guten Erinnerungen an überragende Feten, lange Fahrer-Nächte, kuschelige Abende, Wildnis pur, unbekanntes Essen, Autopannen, überragende Kulissen der Natur, lustige Teamkollegen, interessante und ungewöhnliche Menschen mit außergewöhnlicher Gastfreundschaft. Sie denken schmunzelnd zurück an Autos, die zu Lieblingen und Wiesen, die zu Toiletten wurden. An Seen, die als Duschen herhalten mussten und Hygiene, die so manches mal hinten anstehen musste. An äußerst interessante Begegnungen mit Fremden, die zu Freunden wurden.

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Auf das anfangs lustige Hirngespinst von Teamleader Philipp Rupprecht und den Scherzen des Teams, das Kamel nach Hause zu holen, folgte eine Menge an Arbeit, zu der das Anschreiben und Anrufen unzähliger potenzieller Sponsoren zählt, sowie das Beschaffen der Autos, die fahrtauglich gemacht werden mussten. Darunter fiel, sie anzumelden, durch den TÜV zu bekommen und schließlich durch Bemalung und Bekleben einzigartig zu machen. Das Logo und die Website wurden erstellt und Blogs geschrieben. Die Route wurde gewählt und genauestens eingeprägt (da die Verwendung von GPS nicht erwünscht war) und vieles, vieles mehr.

„Unsere eigens auf die Beine gestellte Reise wurde buchstäblich ein langer Weg. Die Vorbereitung hatte es wirklich in sich und beanspruchte die meiste Arbeit. Der lange Weg im Sinne von Strecke war aber ebenfalls nicht Ohne. Jedoch waren auch die längeren Fahrten sowieso immer die reinste Gaudi und somit teil des Urlaubs.“, ist sich das Team einig.

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Monatelange Vorbereitung zahlte sich also schließlich aus in eine leider nur dreiwöchige Reise, die aber durch die Durchquerung unterschiedlichster Länder, den Menschen und dem vielen Spaß den die Gruppe hatte, so vollgestopft war mit Erlebnissen und Erfahrungen, die locker für Monate hätten herhalten können.

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Auf eine gelungene saustarke Rally, der garantiert weitere folgen werden!

Besten Dank an Sabrina für den Bericht und auch an das ganze MADCAPS Team! Danke auch an Philipp Rupprecht für die einzigartigen Bilder!

Tags: MADCAPS , Rally
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